Jeannot Simmen

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Prof. Dr. Michael Schneider: „Gegen den Wachstumswahn. Die Utopie einer Gesellschaft im Zeitwohlstand“, mit Zauberei-Einlagen. CBE-Lunch im Kaisersaal, 28. Juni 2018

Ein Paradoxon: Überall erleichtern analoge oder digitale Apparate zeitsparend unseren Alltag. Fakt aber ist: Wir haben weniger Zeit für uns. Hetzen zu Terminen und Vieles bleibt unerledigt. Leben ist zeitknapp. „Leider keine Zeit“ ist die stets lapidare Entschuldigung.

Michael Schneider: Zeit heute ist Mangelware. Jeder ist eingespannt, kennt keine Zeit für das Angenehme. Doch die Zeit-Gewinne durch die erhöhte Produktion befreien nicht die Produzierenden, machen allein die Reichen reicher.

Michael Schneiders Zauber-Einlagen boten eine erheiternde Anschauung über das Erscheinen und Verschwinden von Zeit und Geld – Szenen-Applaus.
Wie kann der Zeit-Zwang geändert werden; Lange wird nach dem Vortrag diskutiert.

Text/Aufnahmen: Jeannot Simmen

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Goldschmiede-Atelier Hornemann, Ausstellung „Fabeln“, gestaltet von Sebastian Soukup. Gespräch mit Sebastian Soukup und Alexander Hornemann CBE-KulturTermin, 1. Juni 2018, Goldschmiede-Atelier Hornemann

Der Club Bel Etage in der Beletage: Dort findet sich am Kudamm das Goldschmied-Atelier, die Werkstatt und die eleganten Showrooms von Alexander und Georg Hornemann. Der Schmuck wird in einer besonderen Ausstellung präsentiert: auf Mini-Bühnen, entworfen von Sebastian Soukup als Vitrinen-Ausstellung.

Die Fabeln von Aesop bilden den narrativen Hintergrund für den Schmuck: Ringe und Ketten. Erweitert mit edlen Schmuck-Objekten: Affen, Kröten oder ein Stier. Eine geglückte Symbiose, Einklang von Tier – Mensch – Welten.

Alexander Hornemann spricht über den Schmuck und die prägende Moderne des Jugendstils und Art Deco. Eingebettet in die Familiengeschichte, der Düsseldorfer Werkstatt seines Vaters Georg Hornemann findet sich die neue Positionierung in Berlin. An einem besonderen Ort: vormals das Hotel Bogota, nahe am Kudamm, in Berlin-Charlottenburg.

Text/Aufnahmen: Jeannot Simmen

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Rundgang durch die Sammlung Hoffmann, mit den Kuratorinnen, Gespräch mit Erika Hoffmann, Sophie-Gips-Höfe, Berlin-Mitte CBE-KulturTermin in der Sammlungs-Ausstellung, 12. Mai 2018

Zwei Gruppen, grosses Interesse für die Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst, die 1968 von Erika und Rolf Hoffmann gegründet wurde. Ort: ein altes Fabrikgebäude mit modernem Aufbau (Entwurf Becker Gewers Kühn und Kühn) … samt grossem Speiseraum mit wunderbaren Frank-Stella-Bild-Objekten und Wandmalereien.

Eine klug-komponierte Sammlung, die gut proportioniert sich über viele Räume, auf mehreren Etagen verteilt. Eine Privatsammlung in privaten Räumen. Nach der Wende kam das Ehepaar Hoffmann nach Berlin; verkauften davor ihre Firma, das Modelabel van Laack.
Diskussion und Gespräch mit Erika Hoffmann beim Umtrunk nach dem Rundgang.

Jeannot Simmen, Aufnahmen: Frauke Bergemann

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CBE-Lunch im Kaisersaal, 3. Mai 2018

Ein Meilenstein der Filmgeschichte: 1968 gedreht. Noch vor der Mondlandung lieferte dieser Film mittels raffinierter Tricktechnik faszinierend-realistische Bilder des Weltalls. Der Film „2001“ ist eine grosse Erzählung und ein rätselhaftes Meisterwerk, Ein Kunstwerk über Astronauten und ausserirdische Wesen. Entstanden als geniale Kooperation: Stanley Kubrick und Arthur C. Clarke entwickelten das Drehbuch. Der produktive Widerspruch zwischen dem Cineast und Antiklassiker und dem Wissenschaftler und SF-Schriftsteller schuf ein einmaliges Werk.

50-Jahre-Jubiläum: Schwerpunkte in der Präsentation von Jeannot Simmen waren: die Autoren Kubrick und Clarke: von der Pyramide zum Monolithen, in vier Stufen // Der Monolith und seine Verwandlung im Film. – Bildnerische Parallelen: Das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch und die Schwarzen Löcher im All // Die Zerstörung unseres Planeten.

Jeannot Simmen, Aufnahmen: Frank Suffert

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Yves Buchheim über Lothar-Günther Buchheim: "Künstler, Sammler, Despot. Das Leben meines Vaters“ – eine Buch-Präsentation CBE-KulturTermin, Kooperation mit Salon Kufsteiner-Strasse, 27. April 2019

Der Vater war U-Boot-Kapitän im Zweiten Weltkrieg, Maler und Fotograf, Sammler und Galerist, Verleger und Romanautor, Filmemacher und Gründer vom „Buchheim-Museum der Phantasie“. Ein Berserker … für die Familie auch ein „Despot“, so im Titel der Neuerscheinung.

Sein Sohn präsentiert Erinnerungen an einen Macher, tätig jenseits von Steuer-Gepflogenheiten oder Verzollungs-Verordnungen. Durch Kriegs-Erfahrungen geprägt, ein Überlebender dank Intelligenz und Chuzpe – tätig im Umfeld der kaputten Nachkriegszeit.

Yves Buchheim gilt als „das Gegenteil des Vaters: “gut gekleidet, mit Charme und Manieren“. Nicht abweisend und polternd wie der Autor, Künstler und Sammler Lothar Günther Buchheim. – Yves Buchheim bringt Transparenz in das Nachkriegs-Grau, beschreibt die Kontinuität der Funktions-Eliten … auch im Kunstbetrieb nach 1945.

Jeannot Simmen / Aufnahmen: Ralph Hildebrandt, Verlag.

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